Für die Verpackung der Ware und ihre Vorbereitung auf die Strecke ist der Versender verantwortlich, für die Sicherung der Ladung auf dem Auflieger der Frachtführer. So teilt es die Praxis des internationalen Transports, und so sehen es die Versicherer. Eine schlecht gepackte Palette übersteht die Beladung und zerfällt bei der ersten scharfen Bremsung.
Wer wofür verantwortlich ist: Versender und Frachtführer
Die Praxis des internationalen Transports, geprägt durch das CMR-Übereinkommen, teilt die Rollen klar auf. Der Versender verantwortet die Verpackung: Die Ware muss so vorbereitet sein, dass sie die normalen Bedingungen des Straßentransports übersteht, einschließlich Bremsungen, Neigungen in Kurven und der Nachbarschaft anderer Paletten. Der Frachtführer verantwortet die Sicherung: Die Ladung muss auf dem Auflieger so platziert und befestigt sein, dass sie während der Fahrt nicht verrutscht. Beruht ein Schaden auf einem Verpackungsmangel, kann die Haftung des Frachtführers entfallen. Deshalb beginnen Streitigkeiten nach einem Schaden so oft mit der Frage, wie die Ware verpackt war, und nicht, wie sie gefahren wurde.
Die EUR-Palette und Einwegpaletten
Eine Einwegpalette ist leichter und günstiger, aber auch schwächer und weniger berechenbar. Sie eignet sich für Exporte, aus denen die Verpackung nicht zurückkehrt, vorausgesetzt, ihre Festigkeit passt zu Gewicht und Art der Ware. Beschädigte Paletten, mit gebrochenen Brettern oder herausstehenden Nägeln, sollten das Lager gar nicht erst verlassen: Sie sind die erste Ursache für Probleme beim Entladen und das Erste, was der Empfänger beanstandet.
So packen Sie die Ware, damit sie die Strecke übersteht
- Stretchfolie verbindet die Ware mit der Palette: Die Wicklung muss nach unten reichen und die Palette einschließen, nicht nur die Kartons oben. Ware, die ohne Verbindung zur Palette gewickelt ist, rutscht als Ganzes herunter.
- Umreifungsbänder: Bei schwereren Stücken reicht Folie nicht, die Ladung wird mit Bändern an die Palette gespannt.
- Kantenschutz und Zwischenlagen: Kantenschützer versteifen die Ränder und schützen die Kartons vor den Gurten, Zwischenlagen verteilen den Druck zwischen den Schichten.
- Gleichmäßige Gewichtsverteilung: schwere Stücke nach unten, der Schwerpunkt tief, nichts ragt über die Grundfläche der Palette hinaus.
Der Test ist einfach: Die Palette muss eine scharfe Bremsung und die Neigung in der Kurve überstehen. Die Kräfte im Transport wirken nach vorn und zur Seite, und eine Verpackung, die die Ware nur senkrecht hält, stoppt das nicht.
Was der Frachtführer bei der Beladung tut
Der Fahrer verteilt die Paletten so, dass sich das Gewicht gleichmäßig auf die Achsen legt, und sichert die Ladung: mit Gurten, Antirutschmatten und bei Bedarf mit Sperrbalken. Er prüft auch den von außen sichtbaren Zustand und vermerkt Vorbehalte, aber er packt die Ware nicht für den Versender aus oder um. Auch die Transportform spielt eine Rolle: In einer Teilladung steht die Ware neben fremden Paletten, und die Verpackung arbeitet stärker als im dedizierten Fahrzeug, worüber wir im Text FTL oder LTL schreiben.
Wenn die Verpackung versagt
Die Folgen schlechter Verpackung reihen sich vorhersehbar aneinander: Die Ware arbeitet während der Fahrt, die Paletten neigen sich, der Empfänger verweigert die Annahme, und der Versicherer fragt nach der Schadensursache. Dann zeigt sich, dass die Grenze zwischen der Haftung des Versenders und der des Frachtführers genau durch die Art der Verpackung verläuft, was wir im Artikel über CARGO-Versicherung und Frachtführerhaftung erklären. Mit einer geneigten Palette lässt sich arbeiten: In unseren Lagern führen wir das Richten und Umpacken von Paletten nach einer Neigung durch und dokumentieren den Zustand der Ware bei einer Ladungsinspektion mit Bericht, bevor sie weiterfährt.
Sie sind nicht sicher, ob Ihre Verpackung eine internationale Strecke übersteht? Beschreiben Sie die Ware im Kontaktformular, wir sagen Ihnen, wie Sie sie vorbereiten, bevor der Lkw zur Beladung vorfährt.