Ein Planenauflieger erreichte einen UK-Standort mit einem Gestell von 16 Granitplatten, das sich im Transit verschoben hatte, und die Prüfung fand mehrere Platten gerissen. Dies ist der Fall dieser Serie, in dem das Produkt nicht zu retten war. Stein lässt sich nicht wie Kartons umstapeln, und eine gerissene Platte für Arbeitsflächen ist Ausschuss. Was wir stattdessen lieferten, war Sicherheit: Stabilisierung, kontrolliertes Entladen und zertifizierte Entsorgung mit Zertifikat für den Kunden.
Situation
Granit reist vertikal auf A-Gestellen, und seine zwei prägenden Eigenschaften arbeiten im Zwischenfall gegeneinander: enormes Gewicht und überraschende Sprödigkeit. Die Bremsung hatte das Gestell verschoben, Gurte waren verrutscht, Platten lehnten im Rahmen. Das Entladen wurde sofort gestoppt, zu Recht, denn eine aus dem Rahmen kippende Platte ist kein Warenverlust, sondern ein potenziell tödlicher Unfall. Und anders als verrutschte Kartons lässt sich gerissener Stein nicht zu einer lieferbaren Ladung aufbauen: Ein Haarriss in einer Arbeitsplatte verurteilt sie.
Was haben wir getan?
Die Prüfung bewertete Plattenpositionen, Rahmenausrichtung, Gurtspannung und das Ausmaß der Risse und bestätigte, dass mehrere Platten weder lieferbar noch montierbar waren. Der erste physische Schritt war die Sicherung der Ladung: das Gestell fixieren und den Rahmen ausrichten, damit man dem Stein überhaupt nahekommen konnte.
Dann folgte das kontrollierte Entladen mit für schweren Stein geeignetem Hebegerät, ausgerichtet auf sichere Räumung statt Rettung. Da die beschädigten Platten nicht in die Lieferkette zurückkonnten, organisierten wir ihre zertifizierte Entsorgung über zugelassene Abfallwege, und der Kunde erhielt ein Entsorgungszertifikat, das die ordnungsgemäße Räumung und Entsorgung bestätigt.
Ergebnis
Das instabile Gestell wurde ohne Verletzung und weiteren Schaden entladen, der unbrauchbare Stein verließ den Standort über einen dokumentierten Entsorgungsweg, und der Kunde bekam die Unterlagen, die einen Versicherungsfall sauber schließen. Niemand tat so, als wären die Platten zu retten, und diese Ehrlichkeit ist Teil der Leistung.
Was bedeutet das für Versender?
Nicht jede notleidende Ladung endet in einer Rettung, und ein Partner, der das früh sagt, spart Ihnen Geld und Risiko. Wenn Ware wirklich nicht mehr zu retten ist, ist dokumentierte Entsorgung das richtige Produkt, beschrieben im Artikel über die zertifizierte Entsorgung abgelehnter und beschädigter Waren. Für rettbare Ladungen siehe das Umstauen der Ladung. Verschobene schwere oder sperrige Ladung? Nutzen Sie das Kontaktformular.
Wie berechnet man die Sicherungskräfte für A-Ständer, um ein Verrutschen bei einer Gefahrenbremsung zu verhindern?
Wenn Du Granitplatten mit einem Gewicht von über 3000 kg auf einem A-Ständer im Planenauflieger transportierst, reicht die reines Reibung zwischen Holzfußboden und Stahlgestell nicht aus. Der Reibungsbeiwert von trockenem Holz auf Stahl liegt bei 0,3. Durch das Unterlegen von Anti-Rutsch-Matten unter der 2 Meter langen Basis steigt dieser Wert auf 0,6, was die erforderliche Zurrkraft halbiert. Du musst jedoch die Punktlast beachten: Die maximale Belastbarkeit des aufliegenden Bodens beträgt meist 5000 kg pro Laufmeter, weshalb eine zu schmale Basis den Längsträger dauerhaft verformen kann.
Zur Ladungssicherung benötigst Du mindestens 4 Zurrgurte mit einer Zurrkraft von 5000 daN, die in einem Winkel von 30 bis 60 Grad angebracht werden. Die Vorspannung musst Du nach den ersten 50 Kilometern Fahrt und danach alle 24 Stunden kontrollieren. Bei BALM-Kontrollen in Deutschland führt ein Spannungsverlust von bereits 10% bei schwerem Naturstein umgehend zum Weiterfahrverbot.
Diese Zurrmethode gilt nicht, wenn die Plattenstärke unter 20 mm liegt oder das Material Mikrorisse aufweist. Der direkte Druck der Gurte auf die Kanten dünner Platten erzeugt Spannungsbrüche. In diesem Fall darf kein offener A-Ständer verwendet werden, sondern der Transport muss in geschlossenen Holzkisten mit Innenverstärkung erfolgen.
Schritt für Schritt
- Entladevorgang stoppen. Sofortiges Einstellen aller Tätigkeiten bei Feststellung einer schiefen Ladung im Auflieger.
- Gefahrenbereich absperren. Sicherung des Bereichs um das Fahrzeug herum zum Schutz aller Mitarbeiter vor Ort.
- Gestell sichern. Vorübergehendes Versteifen des A-Gestells und der Platten vor Beginn des Rückbaus.
- Kontrollierter Rückbau. Schrittweises und vorsichtiges Abnehmen der gerissenen Granitplatten mittels geeignetem Gerät.
- Entsorgung nachweisen. Zuführung des beschädigten Materials zur zertifizierten Entsorgung und Nachweiserstellung.
Definitionen
- A-Gestell: Eine spezielle Stahlkonstruktion für den stehenden und sicheren Transport von Natursteinplatten und Glas.
- Cargo Recovery: Das Verfahren zur Bewältigung von Notfällen unterwegs, welches die Ladungssicherung, Entladung und Entsorgung umfasst.
- Planenauflieger: Ein Standard-Sattelauflieger mit seitlichen Schiebeplanen für einfaches Be- und Entladen.
- Zertifizierte Entsorgung: Die ordnungsgemäße und nachgewiesene Vernichtung beschädigter Fracht gemäß den gesetzlichen Umweltstandards.
Die Rolle von OTSL
Wenn Ihre Fracht durch eine Ladungsverschiebung gefährdet ist, übernehmen wir das Notfallmanagement im Rahmen unserer Leistung für Straßentransport (FTL). Über unseren Standort führen wir den sicheren Rückbau durch, wie im Artikel Lager Milton Keynes: unsere Recovery- und Inspektionsbasis in UK näher erläutert.
KI-Grafik