Zoll nach UK und Import in die EU: EAD, ENS, GMR, GVMS, CDS KI-Grafik

Wissensbasis

Zoll nach UK und Import in die EU: EAD, ENS, GMR, GVMS, CDS

Was bei der Abfertigung nach UK und beim Import in die EU wirklich passiert: Dokumente, Systeme und Kontrollen, Schritt für Schritt.

Der Zoll nach Großbritannien und der Import in die EU sind zwei verschiedene Verfahren, die wir als Teil des Transports führen. Für den Export nach UK erstellen wir das EAD, reichen die ENS ein, erstellen den GMR im GVMS-System und verfolgen den Status im UK-CDS. Beim Import übernehmen wir EX/EAD auf der Ausfuhrseite, den französischen Smart Border mit Verfahren 42 sowie Veterinär- und SIVEP-Kontrollen.

Export nach Großbritannien, Schritt für Schritt

  • Das EAD, das Ausfuhrbegleitdokument, auf der EU-Seite.
  • Die ENS-Sicherheitserklärung und die GB-Importbereitschaft (ELO).
  • Der GMR im GVMS-System, mit dem der Fahrer die Grenze überquert.
  • Das UK-CDS und seine Statusmeldungen, darunter CC529 und CC599, besonders wichtig bei Sammelladungen mit vielen Anmeldungen.
  • T1- oder T2-Transit und das ATA-Carnet, wenn die Ware unverändert zurückkehrt.
GMR (Goods Movement Reference) ist die Bewegungsnummer im UK-GVMS-System. Er verbindet die Anmeldungen für eine Überfahrt, und der Fahrer zeigt ihn an der Grenze vor.

Warum ist Sammelgut schwieriger?

Bei einer Sammelladung fährt ein Fahrzeug viele Sendungen, jede mit eigener Anmeldung. Deshalb müssen CDS-Meldungen wie CC529 und CC599 für jede Partie einzeln überwacht werden, damit ein fehlender Status nicht das ganze Fahrzeug aufhält. Wir behalten das für den Kunden im Blick.

Import in die EU und Kontrollen

  • EX/EAD auf der Ausfuhrseite, Importabwicklung und die französische ENS auf der EU-Einfuhrseite.
  • Der französische Smart Border an der Kanalüberfahrt, einschließlich Verfahren 42, einer Importabfertigung mit aufgeschobener MwSt.
  • Veterinär- und SIVEP-Kontrollen für Waren tierischen und pflanzlichen Ursprungs.
  • Abfertigung von Maschinen und Industrieladungen, auch an Standorten in den Niederlanden.

Wie arbeiten wir?

Wir haben eigene Zollagenturen in Polen und UK und wickeln den Zoll als Teil des Transports ab, nicht als separates Problem am Ende. So funktioniert unsere Leistung Zollabfertigung. Wir sagen klar, wer welche Dokumente liefert, und überwachen die Status auf beiden Seiten der Grenze. Die Ware des Kunden behandeln wir wie unsere eigene.

Siehe Zollabfertigung, Transport nach Großbritannien und Kontakt.

Was passiert, wenn das Frachtgewicht vom Frachtbrief abweicht?

Wenn Du ein T1-Versanddokument für Stückgut erstellst, musst Du das exakte Bruttogewicht der Ware angeben. Übersteigt die Abweichung zwischen dem CMR-Frachtbrief und der Wägung im Umschlaglager 3% oder 50 kg pro Palette, leitet das Zollsystem die Sendung automatisch in die physische Kontrolle. Bei einer Ladung von 26 Paletten und einem Gesamtgewicht von über 12.000 kg blockiert eine Gewichtsabweichung bei einer einzelnen Position die Erstellung der GMR-Nummer für das gesamte Fahrzeug.

Die Beendigung des Versandverfahrens unterliegt strikten Fristen. Das Bestimmungszollamt gewährt in der Regel eine Frist von 8 Tagen zur Gestellung der Waren und Beendigung des T1-Verfahrens nach dem Grenzübertritt. Du hast ab der Feststellung der Abweichung genau 24 Stunden Zeit, um eine Korrektur der Ausfuhranmeldung einzureichen, um Verzögerungen am Grenzübergang zu vermeiden.

  • Gewichtsabweichungen unter 2% erfordern keine Korrektur des Ausfuhrbegleitdokuments (ABD/EAD), solange sich die Zolltarifnummer nicht ändert.
  • Die Zollkorrektur muss innerhalb von 4 Stunden nach dem Nachwiegen erfolgen, um den gebuchten Fähr- oder Eurotunnel-Slot nicht zu verpassen.

Beachte, dass diese Gewichtstoleranzregel NICHT gilt für verbrauchssteuerpflichtige Waren, veterinär- und phytosanitärpflichtige Frachten (IPAFFS) sowie ADR-Gefahrgut. Bei diesen Warengruppen führt jede Gewichtsabweichung von mehr als 0,5% zum sofortigen Transportstopp und erfordert die vollständige Neuausstellung der Ausfuhrdokumente.

Schritt für Schritt

  1. Exportdokumente vorbereiten. Sie melden die Ware in der EU zur Ausfuhr an und erhalten das EAD.
  2. Sicherheitserklärung einreichen. Sie übermitteln die ENS-Anmeldung vor dem Erreichen der Grenze an das System.
  3. GMR-Nummer erstellen. Sie verknüpfen die Zollerklärungen im GVMS-System zu einem Code für den Fahrer.
  4. Grenzübergang durchführen. Der Fahrer zeigt die GMR-Referenz am Fährterminal oder Eurotunnel vor.
  5. CDS-Status überwachen. Sie verfolgen die Rückmeldungen im CDS-System bis zur endgültigen Freigabe der Ware.

Definitionen

  • EAD (Export Accompanying Document / Ausfuhrbegleitdokument): das Dokument zur Bestätigung des eingeleiteten Ausfuhrverfahrens auf EU-Seite.
  • ENS (Entry Summary Declaration / Summarische Eingangsanmeldung): die aus Sicherheitsgründen erforderliche Anmeldung vor der Einfuhr nach Großbritannien.
  • GMR (Goods Movement Reference): eine eindeutige Referenznummer, die sämtliche Zollanmeldungen der Ladung zusammenfasst.
  • GVMS (Goods Vehicle Movement Service): das britische IT-System zur Überprüfung von Zollanmeldungen an Grenzübergängen.
  • CDS (Customs Declaration Service): die elektronische Zollplattform Großbritanniens für Einfuhr- und Ausfuhranmeldungen.

Wann gilt diese Regel nicht?

Das Standardverfahren mit EAD und GMR gilt nicht für Güter, die unter einem ATA-Carnet für vorübergehende Verwendungen transportiert werden, oder wenn der Transport als rein innergemeinschaftlicher EU-Verkehr ohne Grenzübertritt in ein Drittland stattfindet. Die genaue Abwicklung hängt von den gewählten Zollverfahren und dem rechtlichen Status der Fracht ab.

Die Rolle von OTSL

OTSL unterstützt Sie bei der Abwicklung internationaler Lieferungen zwischen der EU und Großbritannien. Wir bieten strukturierten Sammelgut (LTL) Transport an und übernehmen die Erstellung aller erforderlichen Zolldokumente wie EAD und GMR. Erfahren Sie in unserem Beitrag mehr über das Verfahren 42 zur EU-Importabfertigung. Mit unserem Lager in Milton Keynes und unserer Basis in Kielce sorgen wir für reibungslose Abläufe an den Grenzen.

Quellen

Häufige Fragen

Warum ist die Abfertigung einer Sammelgutladung nach UK schwieriger als bei einem Komplett-Lkw?
Weil auf einem Auflieger viele Sendungen fahren und jede ihre eigene Zollanmeldung hat. Die Status im britischen CDS, darunter die Meldungen CC529 und CC599, müssen für jede Partie einzeln verfolgt werden, während eine einzige GMR alle Anmeldungen bündelt. Ein fehlender Status kann das ganze Fahrzeug samt der Ware der übrigen Versender stoppen. Wir überwachen das für den Kunden.
Wann nutzt man das T1-Versandverfahren und wann das Carnet ATA?
Das T1-Versandverfahren erlaubt, Nicht-Unionsware unter zollamtlicher Überwachung durch ein Gebiet zu befördern, ohne unterwegs Zoll zu zahlen; T2 gilt für Unionsware. Das Carnet ATA passt, wenn Ware vorübergehend ausreist und unverändert zurückkehrt, etwa Messeexponate oder Ausrüstung. Die Wahl des Verfahrens hängt davon ab, was fährt und ob es zurückkommt; wir stimmen sie auf die konkrete Ladung ab.
Was ist eine SIVEP-Kontrolle und welche Waren betrifft sie?
SIVEP sind die französischen Grenzkontrollstellen, die Waren tierischen und pflanzlichen Ursprungs beim Import in die EU durchlaufen. Das umfasst Veterinär- und Pflanzenschutzkontrollen bei der Einfuhr aus Großbritannien. Eine solche Ladung braucht eine vorherige Anmeldung und vollständige Unterlagen, daher planen wir bei Lebensmitteln und Agrarprodukten Abfertigung und Überfahrt mit ausreichend Vorlauf.

Brauchen Sie Transport oder Zollabfertigung?

Sagen Sie uns, was Sie brauchen, es antwortet ein Spediteur, kein Autoresponder. Operations 24/7 erreichbar.